Dänemark

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Jütland

Jütland rund. Das war mal fällig. Viele Jahre haben wir uns schon vorgenommen das Land oberhalb meiner Heimat Nordfriesland zu erkunden. Immer schon mal wollte ich an den Ringkøbingfjord und an den Limfjord. Im August 2019 haben wir es dann wahr gemacht und sind zunächst mal nach Rømø gefahren. Auf Rømø gibt es einen tollen Wohnmobilstellplatz. Er ist riesengroß und doch ruhig. Echt praktisch ist dort, dass man seinen gewählten Platz mit dem Fahrzeug wieder verlassen kann, ohne Angst haben zu müssen ihn von einem neuen Gast besetzt wieder zu finden. Man kann dort einfach die Farbe des Schildes mit der Stellplatznummer von grün (frei) auf rot (besetzt) ändern, indem man die kleine Platte umschlägt. Warum es das nicht längst überall gibt, fragt man sich da.
Auf Rømø darf man mit dem Auto auf den Strand fahren. Das scheint in Dänemark insgesamt nicht so unüblich zu sein. Wir wollten das auch unbedingt mal ausprobieren. Aber die Angst uns festzufahren haben wir die ganze Zeit nicht ablegen können. So sind wir dann einmal an der Dünenkante entlang etwa 2km in Richtung Norden gefahren. Anschließend zurück und nochmal ans Wasser runter. Nach einer Kaffeepause und einmal die Füße ins Wasser stecken ging es dann weiter nach Ribe.

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Am Strand

Ribe wurde bereits im 8. Jahrhundert gegründet und ist somit Dänemarks älteste Stadt. Der mittelalterliche Stadtkern ist absolut sehenswert. Leider waren wir an einem Sonntagnachmittag und bei eher durchwachsenem Wetter dort. So hatten die Geschäfte geschlossen. Nur ein paar Cafés hatten geöffnet.
Wir haben dort einen Platz auf dem Wohnmobilstellplatz „Storkesøen Ribe“ bezogen. Dort war nicht viel los. Die Hauptsaison war schon beendet. Es ist ein sehr schön ruhig gelegener Platz mit einem Angelsee. (Put and Take) Meine Angel ist im Wagen geblieben und ich habe auch niemanden einen Fisch aus dem Wasser ziehen sehen.
Ein Highlight in Ribe ist das Ribe VikingeCenter. Ein 1992 gegründetes Freilichtmuseum, welches das Leben der Wikinger zum Thema hat. Teilweise wohnen sogar einige „Wikinger“ dort und stellen die damalige Bevölkerung und ihre Handwerke nach. Eine tolle Zeitreise.

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Vikinge Center Ribe

Der Mensch am Meer. (Mennesket ved Havet) Das war unsere nächste Station am Rande von Esbjerg. Die Skulptur ist neun Meter hoch. Sie besteht aus Beton und ist 1995 eingeweiht worden.
Schon ein echt beeindruckendes Teil. Wir waren schon früh morgens dort und es war relativ menschenleer. Auf dem Parkplatz standen neben ein paar PKW auch einige Wohnmobile, die dort wohl auch übernachtet hatten. Wir konnten ein paar schöne Fotos machen, bevor dann ein Reisebus kam. Leider war es mit der Ruhe dann vorbei und wir haben uns aufgemacht weiter nach Norden.

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Der Mensch am Meer

Zunächst haben wir in Nymindegab mal über die Dünen auf den Strand geschaut. Danach ging es weiter an der Westseite des Ringkøbingfjordes entlang nach Hvide Sande. Der Ort liegt so ziemlich in der Mitte des Ringkøbingfjordes und es gibt eine Durchfahrt zur Nordsee. Das Zentrum haben wir beiderseits des Durchlasses zu Fuß erkundet. Es finden sich Geschäfte, Restaurants und ein relativ großer Hafen, von wo aus man mit großen Fischkuttern zum Angeln auf die Nordsee fahren kann.
Den dortigen Wohnmobilstellplatz fanden wir nicht sehr gemütlich und daher sind wir dann weiter bis nach Søndervig auf einen Campingplatz gefahren. Von dort aus kann man schöne Fahrradtouren am Ringkøbingfjord unternehmen. Das haben wir dann am nächsten Tag auch gemacht und sind vom Campingplatz aus nach Ringkøbing gefahren. Es war ein sehr windiger Tag. Ideal für die Kitesurfer auf dem Fjord. Wir kamen einem Surfspot vorbei, an dem um die 50 Kitesurfer über das flache Wasser bretterten. Was für die Surfer ideal ist, ist nicht unbedingt für Fahrradfahrer gleichermaßen geeignet. Der Hochsommer war in Dänemark schon vorbei und wir haben auf der Tour auch dann und wann vorm Regen Schutz suchen müssen.

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Strand in Nymindegab

Dänemark ist ein ruhiges Land. Das dürfte für die meisten keine allzu große Neuigkeit sein. Ist an den Nordseestränden noch ziemlicher Betrieb, wird es im Landesinneren immer ruhiger. Wir haben uns eben dorthin bewegt und sind weiter nach Norden gefahren an den Limfjord. Der Limfjord reicht im Norden Jütlands von Thyborøn im Westen bis nach Hals im Osten. Ein sehr schönes Segelrevier, auch für kleine Boote. So hatte ich denn früher als noch jugendlicher Segler immer den Traum mal von der Nordseeinsel Amrum aus, mit meiner Jolle bis in den Limfjord zu segeln. Und dann durch das Labyrinth von Buchten und Inseln rüber bis zur Ostsee. Auf Grund der doch sehr großen Entfernung und dem Weg entlang der ungeschützten Westküste Nordfrieslands und Jütlands ist es nie dazu gekommen. Ich träume also weiter.

Unsere nächste Station war dann Humlum. Das ist ein kleiner Ort und Campingplatz etwas nördlich von Struer. Also im südlichsten Bereich des Limfjords. Der Campingplatz liegt einige Kilometer vom eigentlichen Ort entfernt in der Natur und beherbergt eine größere Zahl von Dauercampern, was aber nicht weiter stört. Als wir innerhalb der Woche dort waren, waren die meisten nicht anwesend. Die schönsten Stellplätze sind den Touristen vorbehalten, was wir sehr zu schätzen wussten. Diese gruppieren sich um den nicht mal ganz so kleinen Bootshafen, in dem man sein mitgebrachtes Boot abslippen und an den Steg legen kann. Einen Bootsverleih bietet der Campingplatz leider nicht.
Dänemark ist flächenmäßig kein besonders großes Land. Wenn man dort am Limfjord aber vom Campingplatz aus einfach mal am Ufer entlang wandert, dann kommt es einem plötzlich doch sehr groß und weit vor. Ich glaube dieses Empfinden kommt daher, dass es nicht so dicht besiedelt ist wie Deutschland. Die Dänen haben so viel Küsten und Ufer im ganzen Land, dass natürlich nicht jede Ecke touristisch voll erschlossen ist. So kann man also stundenlang am Ufer des Limfords entlang laufen, ohne einen anderen Menschen zu sehen. Das entschleunigt.

Hier gehts zum Campingplatz Humlum. (unbezahlte Werbung)

Der Limfjord bei Humlum Camping

Fortgesetzt haben wir die Reise dann mit indem wir den Limfjord quasi umrundet haben. Landschaftlich gabe es im Grunde keine großen Veränderungen. Hier und da trifft man auf Kitesurf-Spots, wo man bei Regen und Wind aus dem Van heraus ein wenig zusehen kann. Nebenbei eine Tasse Kaffee und einen Snack. Und dann weiter wieder Richtung Süden.

An der Ostseeküste Jütlands sind wir in früheren Jahren immer nur vorbeigefahren, wenn wir auf dem Weg nach Schweden waren und die Fährverbindung von Grenå nach Varberg genutzt haben. Grenå liegt auf der Halbinsel Djursland am Kattegat. Im Süden von Djursland liegt der Ort Ebeltoft. Und da wollten wir hin. Ich hatte mal gehört, dass dieser Ort besonders schön sein soll. Was sich dann in Teilen auch bestätigt hat. Ebeltoft hat einen sehr schönen alten Ortskern mit Fachwerkhäusern und einigen Geschäften für Kunsthandwerk.
Spannender fanden wir aber den Hafen, in dem noch richtig gearbeitet wird und wo es noch einige Fischkutter gibt. Natürlich gab es auch dort wieder ein paar ausgefallene Geschäfte, in denen man Kunsthandwerk oder maritime Ausrüstung und Schnickschnack kaufen konnte. Ein besondere Highlight im Hafen ist die Fregatte Jylland. Ein 71 Meter langes Schiff aus Eichenholz, welches 1860 vom Stapel gelaufen ist. Sie liegt in einem Trockendock und kann besichtigt werden.
Der Campingplatz am Ortseingang liegt direkt an der vielbefahrenen Hauptstraße. Das traf nicht unseren Geschmack und so fand sich ein brauchbarer Campingplatz mal wieder ein paar Kilomter vom Ort entfernt. Da Djursland sehr hügelig ist, ist eine Fahrt mit dem Fahrrad daher zum Teil auch schon eine sportliche Herausforderung. Aber wir wollen uns ja bewegen.

Sletterhage Fyr in der Nähe von Ebeltoft

Auf einer kleinen Halbinsel südlich von Ebeltoft befindet sich der Leuchtturm Sletterhage Fyr. Die Atmosphäre rund um diesen Leuchtturm hat uns so gut gefallen, dass wir uns entschlossen haben den ganzen Tag dort zu verbringen und erst am folgenen Tag weiterzufahren. Man kann von dort Wanderungen unternehmen oder sich einfach nur an den Strand setzen und den Schweinswalen zusehen, die nur wenige Meter vom Ufer dort vorbeiziehen.
Auf dem großen Parkplatz gibt es eine Bude in der Eis und Pølse angeboten werden. Gleichzeitig ist der Pächter auch ein Vertreter des Heimat und Verkehrsvereines und wacht über den Parkplatz. Es ist dort nämlich erlaubt mit dem Wohnmobil über Nacht stehen zu bleiben. Und es ist kostenlos. Aber die Anzahl der Wohnmobile ist auf fünf begrenzt. Worauf der Parkplatzwächter genau aufpasst. Es werden kleine Aufkleber mit dem Leuchtturm verteilt auf die er eine Zahl zwischen eins und fünf schreibt, je nach dem der wievielte man ist der seine Absicht kundtut dort zu übernachten. Verpasst man dieses Procedere oder es sind schon zu viele dort, muss man wieder wegfahren. Allerdings sind nach dem die Bude am Abend geschlossen war noch zwei oder drei weitere Womos eingetroffen, die dann auch niemand mehr weggeschickt hat. Der Platz bietet eine öffentliche Toilette und natürlich jede Menge Aussicht.

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